Liebe Claudia!
Wir denken so gerne an unsere Zeit bei Dir und den Pferden! Es war schön gleich draußen sein zu können und nur von Naturgeräuschen umgeben zu sein. Das Reiten hat uns sehr viel Spaß gemacht und wir hoffen das bald wieder genießen zu können!
Claudia Gerling
Mit dem Pferdevirus infiziert … wie kann sowas aussehen?
Bei mir war das wohl schon so – von Anfang an! Als Kind in allen Varianten Pferd gespielt, mit 5 Jahren auf den ersten Ponyhof, ab 8 dann endlich Reitunterricht mit einem wenig motivierenden Reitlehrer der alten Garde, und abgestumpften Pferden mit dem „leeren Blick“… trotzdem bin ich immer dabei geblieben!
Natürlich hatte ich schon alles vorher ausprobiert: ländliche Turniere, viel Ausreiten, das erste eigene Fohlen, dann Wanderritte, Fahren mit Pferden, später Landwirtschaft mit Pferden , Barocke Reitweise und Distanzritte … alles, was man heute breitensportliches Reiten nennen würde.
Außer Polo habe ich wohl alle Sparten rund ums Pferd ausprobiert – die wichtigsten:
Nach dem Mauerfall zu Pferd ab in den ungewissen Osten, 4 Wochen selbstorganisiertes Wanderreiten Richtung Rügen und Mecklenburgische Seenplatte…
Landwirtschaft mit Pferden ,Clydesdales, in Neuseeland, Heu- und Getreideernte mit Pferden!
Auf Reisen nach Mittel- und Südamerika immer wieder Pferdewelten erleben: Auf Criollos in Venezuela, Paraguay, Mexiko und Costa Rica!
…und fast nebenbei mit einem meiner Hengste den „Landesmeister“-Titel ergattert auf dem Landesbreitensportturnier in Bad Segeberg 2000
Weil der Schuldienst für mich auf Dauer nicht das erfüllen konnte, was ich mir vorgestellt hatte, bin ich zunächst für 2 Jahre um die Welt gereist, um mit offenen Augen vielleicht dort eine neue Zukunft zu finden … Doch dann musste es eben doch unbedingt ein Beruf mit Pferden sein: Als Lieblingsrasse habe die Welsh Cobs entdeckt und dann einen kleiner Stamm von Zuchtstuten und einem Hengst aus besten Abstammungen in Wales gekauft für eine lange Zeit des Züchtens… Der Sprung ins kalte Wasser fiel leichter, da ich mich für mehrere Jahre beurlauben lassen konnte, bevor ich meinen Beamtenstatus als Lehrerin endgültig gegen ein Leben mit einem Hobby als Beruf tauschte…
Irgendwie war auch immer eine schützende Hand (oder ein Segen?) über dem Ganzen … und die Selbständigkeit brachte nicht nur mehr Verantwortung sondern auch Entscheidungsfreiheiten mit sich. Und mehr Selbstverwirklichnung.
Heute sind meine geliebten Cobs nicht nur die besten Mitarbeiter, die ich mir denken dann, sondern auch meine Familie!
„Das Glück der Erde liegtnicht nur auf dem Rücken sondern rund um die Pferde!
Ich gebe ich gerne all das zurück, was ich in all den Jahren freiwillig oder unfreiwillig gelernt habe. Die Pferde haben mir unglaublich viel gegeben und die Zeit des Lehrerdaseins wirkt sich nun sehr positiv aus . Beide Wurzeln haben das hervorgebracht, was es nun geworden ist: Der Blick für den Menschen und das Kind und der Mensch im Bereich Lernen – und das lange gewachsene Verständnis fürs Pferd!
Ich würde sogar sagen: Ich brenne noch immer für diese Idee – Menschen und Pferde zusammenzuführen, denn alles habe ich am eigenen Leib vorher selbst erlebt. Reiten erdet – und verleiht Flügel!